Dienstag, 27. Oktober 2020
Ausstellung
Bücherhalle Harburg

Die Kinder vom Bullenhuser Damm

Am 20. April 1945 ermordete die SS 20 jüdische Kinder und ihre Betreuer im Keller der Schule am Bullenhuser Damm. Dadurch sollten medizinische Experimente vertuscht werden, die an den Kindern vorgenommen worden waren. Die Ausstellung zeigt auch die Entwicklung des Gedenkens und endet bei der Frage: Wann fängt Diskriminierung an?

Im Rahmen der "Harburger Gedenktage" (26. Okt. - 27. Nov.). Ausstellung bis zum 14. Nov.

Mehr (Gedenken in Harburg), Bullenhuser Damm (Wikipedia)
Infoveranstaltung
online

BigBluebutton

16:00

Talkin’ about a Revolution: Globale Proteste, lokale Kämpfe

Chile, Ecuador, Libanon, Sudan, Irak… Im vergangenen Jahr gab es so viele Aufstände auf der Welt wie schon sehr lange nicht mehr. Formiert sich eine globale Bewegung gegen Neoliberalismus und Autoritarismus? Aber was passiert mit den Protesten unter der COVID-19-Pandemie? Mit Nelli Tügel (Journalistin) und Aktivist*innen von Women Defend Rojava, Pro Amazonas, Miradas Feministas und der lateinamerikanischen Initiative für Basisbewegungen in Abya Yala.

Anmeldung bis zum 26. Oktober.

Mehr (RLS)
Lesung
Ohlsdorfer Friedhof

Forum Ohlsdorf

18:00

Katharina Jacob: Widerstand war mir nicht in die Wiege gelegt

Katharina Jacob war Kommunistin, Widerstandskämpferin, KZ-Überlebende und Lehrerin in HH. 1907 in Köln in einer Arbeiterfamilie geboren, wird sie während des NS-Regimes Mitglied in der größten Widerstandsorganisation Norddeutschlands, der Bästlein-Jacob-Abshagen Gruppe. Bis kurz vor ihrem Tod 1989 schrieb sie an ihrer Autobiographie, die ihre Tochter Ilse Jacob jetzt fertiggestellt und veröffentlicht hat.

Bitte anmelden.

Flyer (PDF), Zum Buch, Katharina Jacob (Wiki)
Infoveranstaltung
online

Zoom

19:00

Journalismus in Zeiten von Covid 19 in Mexiko: neue Gefahren für kritische Journalist*innen

Mexiko gilt als gefährlichstes Land für Journalist*innen. Wer in dem nordamerikanischen Land über die Kartelle und ihre Verbindungen zu den Sicherheitskräften berichtet, schwebt in Lebensgefahr. Gefahren bestehen jedoch auch auf der Ebene der ohnehin schon prekären Arbeitsbedingungen und den (Be-)Drohungen durch staatliche Stellen bei einer kritischen Berichterstattung über die Situation im Gesundheitsbereich. Mit Durán de Huerta (Zeitschrift Proceso und Korrespondentin von Radio Francia Internacional in México).

Mit Anmeldung.

Mehr (RLS)
Film
B-Movie

20:00
Geöffnet ab:
18:30

The Bus

LV 2005, 58 min, engl. UT - Doku: Der Bus von Tallinn nach Kaliningrad überquertin einer Nacht drei Landesgrenzen. Seine Passagiere benötigen vier verschiedene Währungen für WC-Besuche und Snacks. Ein wenig zu eng, ein wenig zu stickig um wirklich komfortabel zu sein, aber erschwinglich.

Im Dokumentarfilmsalon St. Pauli.

Mehr (Dokfilmsalon)
Mittwoch, 28. Oktober 2020
Rundgang
Lohsepark

18:00

kostenlos

denk.mal Hannoverscher Bahnhof – Erkundung eines historischen Ortes

Im Frühjahr 2017 wurde der neue Gedenkort "denk.mal Hannoverscher Bahnhof" eingeweiht. Mit ihm erinnert die Stadt an über 8.000 Juden, Sinti und Rom, die zwischen 1940 und 1945 mit 20 Zügen in Ghettos und Vernichtungslager deportiert wurden. Treffpunkt: Info-Pavillion. Ohne Anmeldung.

Termine 2020: 22. Juli, 26. Aug., , 12. und 23. Sept, 28. Okt.

Rundgänge, denk.mal Hannoverscher Bahnhof, Hannoverscher Bahnhof (Wiki)
Workshop
online

BigBluebutton

19:00

Digitale Arbeit und Geschlechter(un)gerechtigkeit

Wie beeinflusst die Digitalisierung von Arbeit die Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern? Ermöglichen flexiblere Arbeitsabläufe eine Umverteilung von Sorge-Tätigkeiten oder werden vorherrschende Geschlechterverhältnisse nur bestärkt? Wie können Machtverhältnisse durch digitale Technologien neu verhandelt und geschlechtsspezifische Prekarisierungen abgebaut werden? Referentin: Dr. Tanja Carstensen (Soziologin, Uni HH).

Anmeldung bis zum 27. Okt. 18:00 Uhr.

Mehr (W3)
Donnerstag, 29. Oktober 2020
Film
Bücherhalle Harburg

18:00

Das Tribunal - Mord am Bullenhuser Damm

BRD 1986 - Vom Stern-Journalisten Günther Schwarberg in Neuengamme inszeniertes "Internationales Tribunal" gegen den verantwortlichen SS-Obersturmführer Arnold Strippel. Die Staatsanwaltschaft hatte 1967 ein Verfahren gegen Strippel eingestellt, da die Morde an den Kindern nicht erwiesenermaßen grausam gewesen seien.

Im Rahmen der "Harburger Gedenktage" (26. Okt. - 27. Nov.). Dazu Ausstellung "Die Kinder vom Bullenhuser Damm" bis zum 14. Nov.

Mehr (Gedenken in Harburg), Bullenhuser Damm (Wiki), Programm Harburger Gedenktage (PDF)
Buchvorstellung

19:00

Das Oktoberfestattentat und der Doppelmord von Erlangen – oder der Beginn des rechten Terrors vor 40 Jahren

1980. Am 26. September ereignet sich in München das Oktoberfestattentat mit 13 Toten, am 19. Dezember in Erlangen der erste gezielte antisemitische Mordanschlag in der deutschen Nachkriegsgeschichte. An beiden Verbrechen sind Personen aus der rechtsextremen Szene beteiligt. Der Journalist und Autor Ulrich Chaussy hat über drei Jahrzehnte über das Oktoberfestattentat recherchiert und publiziert. Er zeigt die Zusammenhänge auf, die beide Verbrechen verbinden.

Mit Anmeldung

Mehr (RLS), Zum Buch (Verlag), Oktoberfestattentat (Wiki), Shlomo Lewin (eines der Opfer von Erlangen, Wiki)
Freitag, 30. Oktober 2020
Konferenz
Kampnagel

18:00

Eintritt frei

Burning Issues: Performing Arts & Equality (3 Tage)

Konferenz für mehr Geschlechtergerechtigkeit im Theater. Wie viele Geschlechter kennt das Theater eigentlich? Welche Rolle spielen Faktoren wie Klasse oder Alter im Laufe einer Theaterkarriere? Wie überschneiden sich struktureller Rassismus und Sexismus im Kulturbetrieb? Wie können Institutionen Barrieren abbauen und solidarisch agieren? In Vorträgen, Diskussionen, künstlerischen Interventionen, Performances und Netzwerkformaten werden geschlechterspezifische Hierarchien an Stadttheatern und freien Produktionshäusern, in Ensembles und Kollektiven, an Ausbildungsstätten, auf und hinter der Bühne durchleuchtet.

Mit Anmeldung.

Mehr (Kampnagel)
Film
Studio Kino

19:30

9€ / erm. 7,50€

Days of Cannibalism

Südafrika/Lesotho 2020, 79 min, engl. UT - Doku mit Western-Elementen: In den rauhen Bergen des südafrikanischen Lesotho treffen lokale Traditionen und moderner Kapitalismus aufeinander. Händler aus China kämpfen mit ehemaligen Basotho-Viehzüchtern ums Überleben. Die chinesischen Wirtschaftsmigranten nehmen zunehmend Einfluss auf das soziale Klima und das traditionelle Wertesystem der Region. Die Einheimischen sind gezwungen, im Bergbau billige Jobs anzunehmen, um über die Runden zu kommen.

Im Rahmen von "Augen Blicke Afrika" (29. Okt - 8. Nov.).

Mehr (Augen Blicke Afrika), Zum Film (Berlinale), Augen Blicke Afrika Programm
Film
Studio Kino

22:00

9€ / erm. 7,50€

Le Loup d'Or de Balolé - The Golden Wolf of Balolé

Burkina Faso/F 2019, 65 min, engl. UT - Im Herzen von Ouagadougou liegt ein Granitsteinbruch, in dem fast 2.500 Menschen unter härtesten Bedingungen schuften. Im Jahr 2014 geht das Volk auf die Straße und vertreibt den langjährigen Präsidenten Blaise Compaoré. Auch die Menschen im Steinbruch fassen Mut und wollen ihre ausbeuterischen Arbeitgeber nicht länger akzeptieren. Sie organisieren sich und bauen einen eigenen Vertrieb auf, der mehr Einnahmen verspricht.

Im Rahmen von "Augen Blicke Afrika" (29. Okt - 8. Nov.).

Mehr (Augen Blicke Afrika), Augen Blicke Afrika Programm
Performance
Kampnagel

K31

16:30

8€ / erm. 5€

My Big Sister Taught Me This Lap Dance

Im Rotlicht einer kleinen Box performt Rosana Cade den Lapdance, der für ihre ältere Schwester einst professioneller Alltag war. Durch die Wiederholung des Tanzes, die Manipulation unseres Blickes und Intervieweinspielungen wird ein feministischer Diaolg zwischen zwei Geschwistern offenbar.

Fr/Sa/So alle 10 min (Dauer: 20 min).

Mehr (Kampnagel)
Samstag, 31. Oktober 2020
Film
Studio Kino

19:30

9€ / erm. 7,50€

Système K

F 2019, 94 min, engl. UT - Doku über eine Gruppe Straßenkünstler*innen in Kinshasa, die aus Plastikmüll, Elektroschrott, Rauch, Affenschädel, Wachs, Blut, Macheten usw. spektakuläre und politische Performances erschaffen. Es geht um Ausbeutung, die Privatisierung von Wasser, persönliche und nationale Traumata und immer auch um die Geschichte des Kongo.

Im Rahmen von "Augen Blicke Afrika" (29. Okt - 8. Nov.).

Mehr (Augen Blicke Afrika), Zum Film (Berlinale), Augen Blicke Afrika Programm
Sonntag, 1. November 2020
Rundgang
Gedenkstätte Bullenhuser Damm

14:00

Die Kinder vom Bullenhuser Damm

Rundgang durch die Gedenkstätte und den Rosengarten. Nazis ermordeten hier am 20. April 1945 20 jüdische Kinder, die zuvor für medizinische Experimente missbraucht worden waren. Jeden 1. Sonntag im Monat. Mit Anmeldung.

Gedenkstätte Bullenhuser Damm, Bullenhuser Damm (Wikipedia)
Montag, 2. November 2020
Film
Bücherhalle Altona

in Mercado

18:30

Augen Blick Afrika - in Virtual Reality

4 VR-Filme, die bis zum 4. Nov. in der Bücherhalle angehen werden können (heute ab 18:30, sonst 14:00-18:30 Uhr): "Lagos at Large" (Nigeria 2019, 11 min - lyrische Collage über die größte Stadt Nigerias mit 21 Mio. Menschen), "Le Lac" (Chad/Kenya/Zimbabwe 2019, 9 min - Doku über den Tschadsee), "Azimuth" (Südafrika 2018 - über Mode und brutalistische Architektur) und "Here" (Südafrika, 10 min - Musik- und Tanzperformance von Menschen mit Behinderung).

Im Rahmen von "Augen Blicke Afrika" (29. Okt - 8. Nov.).

Lagos at Large, Le Lac, Azimuth, Here, Augen Blicke Afrika Programm
Mittwoch, 4. November 2020
Film
Forum Alstertal

Kritenbarg 18

18:00

Peggy Parnass – Überstunden an Leben

D 2017 - Doku über Peggy Pranass’ vielfältige Aktivitäten als Journalistin, Gerichtsreporterin, Film- und Theaterschauspielerin, kämpferische Jüdin, Frauenbewegte, leidenschaftliche Skatspielerin und vieles mehr. Ihre Eltern wurden in Treblinka ermordet. 1939 wurden Peggy und ihr Bruder mit einem Kindertransport nach Schweden geschickt und überlebten so den Holocaust. Peggy Parnass und die Regisseure Jürgen Kinter und Gerhard Brockmann sind anwesend.

Mit Anmeldung

Flyer (PDF), Zum Film (mpz), Peggy Parnass (Wiki)
Infoveranstaltung
online

18:00

Die Kämpfe von Minderheiten der Atlantikküste Nicaraguas

Videokonferenz mit Jacob* Ellis Williams aus Nicaragua. Jacob* ist feministische Aktivistin und Verteidigerin der Menschenrechte, insbesondere der LGBTIQI+-Exilgemeinschaft in Costa Rica.

Im Rahmen der Lateinamerikatage (20. Okt. - 26. Nov).

Mehr (Lateinamerikatage)
Donnerstag, 5. November 2020
Film
Studio Kino

22:00

9€ / erm. 7,50€

Buddha in Africa

Südafrika/Schweden 2019, 90 min, engl. UT - Doku über den malawischen Waisenjungen Enock Alu, der seit seinem sechsten Lebensjahr ein buddhistisches Internat besucht, das ihm eine gute und kostenlose Schulausbildung bietet (in Chinesisch). Anliegen des Internats ist es, die chinesische Kultur, Philosophie und den Buddhismus auf dem afrikanischen Kontinent zu verbreiten. Der über mehrere Jahre gedrehte Film dokumentiert ohne kommentierende Wertung die Entwicklung Enocks und die damit verbundene Entfremdung von Angehörigen, Sprache und afrikanischer Kultur.

Im Rahmen von "Augen Blicke Afrika" (29. Okt - 8. Nov.).

Mehr (Augen Blicke Afrika), Zum Film (Wiki en), Augen Blicke Afrika Programm
Gedenken
Uni Hamburg

online

19:00

Unser Auftrag, Die Botschaft der Überlebenden, rechte Bedrohungsallianzen und Antisemitismus heute.

Veranstaltung des Auschwitz-Komitees zur Pogromnacht 1938 mit Esther Bejarano, Peggy Parnass und Botschaften von Erna de Vries und Éva Fahidi-Pusztai, Prof. Detlef Garbe, Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer. Danach Konzert mit Bejarano & Microphone Mafia.

Bejarano & Microphone Mafia
Esther und Joram Bejarano gemeinsam mit der Microphone Mafia (Rapper aus Köln).

Nur für geladene Gäste. Livestream für alle anderen.

Auschwitz-Komitee
Film
Studio Kino

19:30

9€ / erm. 7,50€

Ndoto Ya Samira - Samira's dream

Tansania/Irland/Italien 2020, 89 min, engl. UT - Doku: Die junge Samira aus Nungwi, einem kleinen Fischerdorf, beschließt, nicht den typischen Frauenpfad zu nehmen: früh heiraten und Kinder kriegen. Ihr Traum ist, Lehrerin zu werden und finanziell unabhängig zu sein. Sie zieht nach Sansibar Stadt, um eine weiterführende Schule zu besuchen und quält sich erfolgreich durch die Prüfungen, scheitert jedoch (erst einmal) an der Finanzierung ihrer Ausbildung.

Im Rahmen von "Augen Blicke Afrika" (29. Okt - 8. Nov.).

Mehr (Augen Blicke Afrika), Augen Blicke Afrika Programm
Freitag, 6. November 2020
Film
Studio Kino

17:00

9€ / erm. 7,50€

Das Kolonialinstitut

D 2019, 88 min - Doku: Das Hamburgische Kolonialinstitut wurde 1909 als Reaktion auf Völkermord und blutige Aufstände in den deutschen Kolonien gegründet. "Kolonialismus" galt als Wissenschaft, die mensch lernen kann. 1919 wurden die Forschungsinstitute der Sternwarte, des Völkerkundemuseums und des Botanischen Gartens zur Uni zusammengelegt, die sich noch bis in die 1960er-Jahre als "Kolonialuniversität" verstanden hat.

Im Rahmen von "Augen Blicke Afrika" (29. Okt - 8. Nov.).

Mehr (Augen Blicke Afrika), Hamburgisches Kolonialinstitut (Wiki), Augen Blicke Afrika Programm
Samstag, 7. November 2020
Demonstration
Bad Segeberg

11:00

Wir sind mehr – Segeberg bleibt bunt!

Vor einem Jahr haben 3000 Menschen in Bad Segeberg gegen rechte Netzwerke und für eine offene Gesellschaft demonstriert. Um die Rechte Szene dort ist es seither ruhiger geworden. Doch der Schein trügt: Noch immer rekrutiert die gleiche Gruppe gewaltbereiter Neonazis überregional Mitglieder, um ihre rassistische Hetze auf die Straße zu tragen. Sie etablieren sich im Stadtbild und versammeln, gerade in der Südstadt, immer mehr Anhänger um sich. Lasst uns dem entschlossen entgegentreten!

Aufruf
Film
B-Movie

22:00

Casa Roshell

CL/MX 2017, 71 min, engl. UT - Doku über einen Club in Mexico City. Hier lernen Männer tagsüber, sich in Frauen zu verwandeln, um dann abends in der Casa Roshell zu tanzen.

In der Q-Movie-Bar.

Mehr (Q-Movie-Bar)
Film
Studio Kino

19:30

9€ / erm. 7,50€

Vote for Kibera

Tschechien 2018, 86 min, engl. UT - Doku über Menschen, die im größten Slum Afrikas (Kiberia in Nairobi) versuchen, ein Gegengewicht zu Müll­bergen und Gewalt erschaffen: Künstler*innen, eine Lehrerin und ein ehemaliger Boxer. Der Film zeigt die solidarische Seite und Eigeninitiative der Bewohner*innen, aber auch die alltägliche Brutalität untereinander.

Im Rahmen von "Augen Blicke Afrika" (29. Okt - 8. Nov.).

Mehr (Augen Blicke Afrika), Augen Blicke Afrika Programm
Film
Studio Kino

19:30

9€ / erm. 7,50€

Clone of Vote for Kibera

Tschechien 2018, 86 min, engl. UT - Doku über Menschen, die im größten Slum Afrikas (Kibera in Nairobi) versuchen, ein Gegengewicht zu Müll­bergen und Gewalt erschaffen: Künstler*innen, eine Lehrerin und ein ehemaliger Boxer. Der Film zeigt die solidarische Seite und Eigeninitiative der Bewohner*innen, aber auch die alltägliche Brutalität untereinander.

Im Rahmen von "Augen Blicke Afrika" (29. Okt - 8. Nov.).

Mehr (Augen Blicke Afrika), Kibera (Wiki), Augen Blicke Afrika Programm
Sonntag, 8. November 2020
Film
Studio Kino

21:00

9€ / erm. 7,50€

Nofinofy - Dream

Madagaskar/F 2019, 70 min, engl. UT - Doku über einen Friseur in Madagascar, dessen Salon neuen schicken Geschäfts-und Bürohäusern weichen muss. Die Langzeitstudie gibt dichte Einblicke in das städtische Leben Madagaskars und übt dabei Kritik an Gentrifizierung, Korruption und steigender Armut.

Im Rahmen von "Augen Blicke Afrika" (29. Okt - 8. Nov.).

Mehr (Augen Blicke Afrika), Augen Blicke Afrika Programm
Montag, 9. November 2020
Buchvorstellung
Mokry M1

19:00

Umkämpftes Wohnen - Neue Solidarität in den Städten

Peter Nowak und Matthias Coers haben für ihr Buch "Umkämpftes Wohnen" Initiativen aus dem In- und Ausland interviewt, die stadtpolitisch arbeiten mit dem Fokus auf praktischer Solidarität. Sie haben sich dabei von der Frage leiten lassen, wie Kämpfe um Wohnraum, niedrige Mieten, gegen Verdrängung und die Kämpfe um höhere Löhne und Einkommen zusammen geführt werden können. Auch Wilhelmsburg Solidarisch ist dabei.

Bitte anmelden.

Mehr (Wilhelmsbg Solidarisch), Umkämpftes Wohnen (Blog), Zum Buch (Verlag)
Mahnwache
Joseph-Carlebach-Platz

Grindelhof

15:30

Erinnerung und Mahnung

Mahnwache anlässlich des 82. Jahrestags der Reichspogromnacht. An diesem Ort wurde am 9. November 1938 die Bornplatz-Synagoge angezündet.

Mehr (VVN), Bornplatzsynagoge (Wiki)
Donnerstag, 12. November 2020
Konzert
Kampnagel

K6

20:00

VVK 9€ / AK 11€

Ashraf Sharif Khan & Viktor Marek

Pakistainischer Sitarmeister trifft Elektroniker aus HH.

Mehr (Kampnagel)
Infoveranstaltung
Werkstatt 3

19:00

5€

Honduras: Gewaltherrschaft und Flucht

Honduras wird von Gewalt, Verarmung und Vertreibung beherrscht. Das Regime unterdrückt Proteste. Fluchtkarawanen machen sich auf den gefährlichen Weg in die USA. Dennis J. Muñoz Bonilla ist Menschenrechtsverteidiger und lebt seit 2016 im Exil. Er analysiert die Herrschaftsverhältnisse, Fluchtursachen und die Perspektiven der Diaspora. Dazu Fotoausstellung (Geöffnet ab 17:00 Uhr).

Im Rahmen der Lateinamerikatage (20. Okt. - 26. Nov).

Mehr (Lateinamerikatage)
Freitag, 13. November 2020
KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Plattenhaus/Nähe Klinkerwerk

11:00

Feierliche Einweihung des "Ortes der Verbundenheit"

Der von Angehörigen initiierte "Ort der Verbundenheit" bietet die Möglichkeit, vormals im KZ Neuengamme inhaftierte Familienmitglieder zu würdigen und an sie auf dem Gelände der Gedenkstätte zu erinnern. Angehörige aus allen Ländern waren und sind eingeladen, an diesem Projekt aktiv mitzuwirken.

Mit Anmeldung.

Mehr (Neuengamme), Ort der Verbundenheit
Samstag, 14. November 2020
Workshop
Fux

10:00 - 18:00

Verschwörungsideologien widersprechen! Ein Argumentationstraining gegen Rechts

Menschenverachtende Einstellungen begegnen uns in Ehrenamt, Politik, Arbeitswelt und privatem Umfeld. Es gilt, zu widersprechen und mutig für Menschenrechte einzutreten. Ziel dieses Trainings ist es, rechte und verschwörungsideologische Einstellungen zu erkennen, argumentativ zu widerlegen und menschenverachtenden Aktivitäten wirksam entgegenzutreten. Mit dem Netzwerk für Demokratie und Courage.

Im Rahmen von "respekt* gegen alltägliche gleichgültigkeit". Mit Anmeldung.

Mehr (AGfJ)
Abgesagt
Konzert
Fanräume

Millerntor

21:00
Einlass:
20:00

Wärters schlEchte + Harbour Rebels + Subversiv + Pregnant Boys

Wärters schlEchte
Streetpunk aus Stuttgart
Harbour Rebels
Oi! Punk aus HH
Subversiv
Punkrock aus Gadebusch/Rehna/Schwerin
Pregnant Boys
Skapunk aus Schalkau/Thüringen

Danach DJ Tofuwabohu.

FB-Event
Sonntag, 15. November 2020
Infoveranstaltung
Fux

15:00 - 18:00

Kontinuitäten rassistischer Gewalt seit den 1980ern. Die Perspektive der Betroffenen.

Ibrahim Arslan ist Opfer und Überlebender der rassistischen Brandanschläge von Mölln 1992. Sein Ziel ist es, die Gesellschaft zum Umdenken zu bringen, indem er uns mehr mit den Opfern und Überlebenden beschäftigen lässt, statt mit den Täter*innen.
Mit Film "Der zweite Anschlag" (D 2018, 62 min) - Doku über die Perspektive der Betroffenen rechter Gewalt. In Interviews entwickelt der Film ein präzises Bild der teils traumatischen Erlebnisse.

Im Rahmen von "respekt* gegen alltägliche gleichgültigkeit". Mit Anmeldung.

Mehr (AGfJ), Film-Website
Dienstag, 17. November 2020
Infoveranstaltung
online

19:00

Wem gehört das Land? – Landrechte in Honduras

Die Situation von Menschenrechtsverteidiger*innen in Honduras ist prekär. Insbesondere Umweltaktivist_innen sind Bedrohungen und Angriffen ausgesetzt. Die meisten Fälle stehen im Zusammenhang mit Bergbau und Wasserkraftprojekten, aber auch mit Tourismus-Großprojekten. Die Corona-Ausgangssperre der honduranischen Regierung hat gravierende Folgen für die Menschenrechtsverteidiger*innen. Mit Mieke Wolter (ehemalige pbi-Freiwillige in Honduras).

Im Rahmen der Lateinamerikatage (20. Okt. - 26. Nov).

Mehr (Lateinamerikatage)
Mittwoch, 18. November 2020
Infoveranstaltung
Werkstatt 3

und online

19:00

Spurensuche: Umweltzerstörung durch internationale Konzerne in Mexiko

Ein internationales Team von Wissenschaftler*innen, Umweltschützer*innen und Menschenrechtsvertreter*innen besuchte im Dezember 2019 im Rahmen der #ToxiTourMexico sechs Regionen Mexikos, um die sozialen und ökologischen Auswirkungen der Produktions- und Arbeitsformen internationaler US-amerikanischer und europäischer Konzerne im Rahmen der jeweiligen Freihandelsabkommen zu untersuchen. Mexikanischen Aktivistinnen der Toxic-Tour berichten.

Im Rahmen der Lateinamerikatage (20. Okt. - 26. Nov).

Mehr (Lateinamerikatage)
Freitag, 20. November 2020
Performance
Kampnagel

K1

20:00

15€ / erm. 9€

Gründungsversammlung eines Klimaparlaments sämtlicher Wesen und Unwesen

Wenn sämtliche Wesenheiten Hamburgs – Bäume, Möwen, Elbe, Wasserschierling; aber auch menschengemachte Akteure wie Brücken, Cum-Ex-Geschäfte, HVV-Fähre, Tanzende Türme – in einem exemplarischen Klimaparlament zusammenkommen: Welche Konflikte und Koalitionen offenbaren sich dann? Das Künstler*innen-Duo Amelie Hensel und Steffen Popp gründet das Klimaparlament als einen Ort, an dem alle wirkmächtigen Wesen der Erde mitsprechen können.

Wiederholung am Samstag und Sonntag.

Mehr (Kampnagel), Klimaparlament.org
Sonntag, 22. November 2020
Rundgang
S-Bahn Friedrichsberg

11:00

5€ / erm. 2€

Stolpersteine auf dem Dulsberg

Rundgang zu Verfolgung, Anpassung und Widerstand auf dem Dulsberg.

Mehr (Geschichtsgruppe Dulsberg)
Donnerstag, 26. November 2020
Buchvorstellung
online

18:30

Vertreibung und Korruption in Honduras – "Die Aktivistin" von Jutta Blume

Der Roman "Die Aktivistin" von Jutta Blume handelt vom Verschwinden einer politischen Aktivistin, die sich für die Rechte der indigenen Garífuna in Honduras einsetzt. Der Roman spielt vor dem Hintergrund der realen politischen Verhältnisse in Honduras. Indigene Gemeinden, Menschen-, Land- und Umweltrechtler*innen sind stark gefährdet. Jutta Blume ist freie Journalistin und Autorin in Berlin und aktiv in der Honduras Delegation und im Menschenrechtskollektiv CADEHO.

Im Rahmen der Lateinamerikatage (20. Okt. - 26. Nov).

Mehr (Lateinamerikatage), Zum Buch (Verlag)
Dienstag, 1. Dezember 2020
Infoveranstaltung
Ohlsdorfer Friedhof

Forum Ohlsdorf

18:00

Der lange Arm der Gewalt. Das Beispiel einer NS-Täterfamilie

Willi Tessmann war der letzte Kommandant des Polizeigefängnisses Fuhlsbüttel, das bis 1936 als Konzentrationslager "Kolafu" firmierte, einem zentralen Ort des NS-Terrors in HH. Für die unter seiner Verantwortung begangenen Verbrechen wurde er zum Tode verurteilt und 1948 hingerichtet. Willi Tessmann steht stellvertretend für zahlreiche überzeugte NS-Täter, die das Regime stützten und gezielt ihrer Karriere nachgingen. Welche Folgen hatte dies in den Familien? Wie gehen Nachkommen mit diesem familiären Erbe um? Referent: Heiko Tessmann (Landwirt und Arbeitspädagoge, befasst sich seit 1999 mit der Geschichte seines Großvaters).

Bitte anmelden.

Flyer (PDF), Willi Tessmann (Wiki), "Mein Opa, der Nazi" (Abendblatt, 2002)