Donnerstag, 27. Januar 2022
Kundgebung
Platz der jüdischen Deportierten

16:00

Nie wieder Auschwitz! Nie wieder Faschismus! Antifa bleibt notwendig!

Am 27. Januar 1945 befreiten Soldat:innen der Roten Armee das KZ Auschwitz. Mindestens 1,1 Millionen Menschen waren dort ermordet worden. Trotz der erschreckenden Bilder und Erzählungen aus Auschwitz, ist der Antisemitismus noch heute eine reelle Gefahr für Jüd:innen in D-land. Seit der Corona-Pandemie werden antisemitische Verschwörungsmythen wieder lauter. Neonazis, Querdenker:innen und AfD stellen für viele Menschen eine Gefahr dar. Trotzdem werden Antifaschist:innen mit staatlicher Repression überzogen. Der Staat drückt bei Rechten das rechte Auge zu, während er mit aller Härte gegen Antifaschist:innen vorgeht. Orga: Waterkant Antifa.

Aufruf (Insta)
Schwarzmarkt

Kleiner Schäferkamp 46

16:00 - 19:00

Gentrifizierung am Beispiel der Schanze: Wasserturm, Schanzenviertelfest, Vertreibung und “Aufwertung” Spuren aus den 80ern bis heute

Archiv-Tag mit Snacks, Kaffee und viel altem Papier und Anekdoten.

Mehr (Schwarzmarkt)
Gedenken
KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Haus des Gedenkens

17:00

Erinnerung am Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz

Anlässlich des Gedenktags an die Opfer des Nationalsozialismus wird mit einer Projektion, Namenslesung und Zitaten am Internationalen Mahnmal in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme an die Häftlinge des KZ Neuengamme erinnert.

Anmeldung erforderlich.

Mehr (Neuengamme)
Demonstration
Altonaer Rathaus

17:30

Holstenareal: Gemeinsam gegen Mietenwahnsin!

Wohnen für alle! Kein Vertrag mit dem Investor Consus/Adler Group! Mit dem städtebaulichen Vertrag, den Stadt und Consus/Adler ausgehandelt haben, soll ein Luxusstadtteil entstehen. Die Folgen sind Preissteigerungen und Gentrifizierung auch in den benachbarten Quartieren. Forderung: Kommunalisierung des Geländes und Bebauung durch
gemeinnützige Wohnungsbauunternehmen, Genossenschaften und selbstverwaltete Projekte. Neuplanung unter realer Beteiligung der Bürger:innen. Für ein soziales, diverses und inklusives Holstenquartier!

Aufruf
Film
online

18:00

Seeds: Black Women in Power (Sementes: Mulheres Pretas no Poder)

Brasilien 2020, 105 min, engl. UT - Doku: Als Reaktion auf die brutale Hinrichtung der Stadträtin von Rio de Janeiro, Marielle Franco, wurden die Wahlen 2018 zum größten von Schwarzen Frauen angeführten politischen Umbruch, den Brasilien je erlebt hat. In allen Bundesstaaten stellten sich Schwarze Politikerinnen gegen das Erstarken des Faschismus im Land. Dazu Gespräch mit einer der Regisseur:innen und dem Kollektiv Miradas Feministas.

Mit Anmeldung.

Mehr (W3), Zum Film
Gedenken
Kampnagel

K2 + online

19:30

Unvergessen: 1700 Jahre jüdisches Leben - Feierstunde zur Woche des Gedenkens der Bezirksversammlung Hamburg-Nord

In diesem Jahr steht die "Woche des Gedenkens" im Zeichen jüdischer Vielfalt. "Unvergessen: 1700 Jahre jüdisches Leben" erkennt Kontinuitäten und Widerstand, gedenkt Opfern der Vergangenheit und Gegenwart und feiert jüdische Vielfalt. Eröffnungsveranstaltung mit Grußwort, Festrede und Paneltalk. In Gedenken an Esther Bejerano gestalten Joram Bejerano & Microphone Mafia das musikalische Begleitprogramm.

Anmeldung erforderlich.

Mehr (Kampnagel), Programm "Woche des Gedenkens" (PDF)
Performance
Kampnagel

K1

20:00

15€ / erm. 9€

Thank you for your effort, even if these requests cannot be fulfilled

Aus Brasilien und den USA stammend, trafen sich Rodrigo und Liz vor fast einem Jahrzehnt in Berlin und begannen einen künstlerischen Austausch über die eigenen Wünsche, Erfahrungen und Geschichten, die mit einer queeren Position zu Tod, Sterben und Sterbebegleitung verbunden sind. Welche Möglichkeiten der Pflege gibt es während dieser Lebensphase für queere Communities und Familien, die nicht verwandt sind? Wie möchten Menschen in dieser verletzlichen Phase des Lebens gesehen und wahrgenommen werden?

Wiederholungen am 28. und 29. Januar.

Mehr (Kampnagel)
Film
Lichtmeß Kino

20:00

Harald Naegeli - Der Sprayer von Zürich

CH/D 2021, 97 min, OmU - Doku: Seit 1977 zeichnet Harald Naegeli, Sohn der Zürcher Großbourgeoisie, nachts auf die kargen Betonmauern seiner Stadt und wird deswegen regelmäßig angezeigt. Er revoltiert gegen das saubere, spießige und reiche Zürich. Gegen Umweltverschmutzung, Chemiekonzerne, Kreuzfahrtschiffe, Massentierhaltung.
1979 wird er ertappt, 1982 flieht er ins Asyl nach Düsseldorf und wird von Joseph Beuys und Willy Brandt unterstützt. Regisseurin Nathalie David ist anwesend.

Reservierung empfohlen.

Mehr (Lichtmeß), Zum Film, Harald Naegeli (Wiki)
Freitag, 28. Januar 2022
Performance
Kampnagel

K4

19:00

15€ / erm. 9€

Motions of Revolution

Ausgehend von Demos gegen den repressiven und konservativen Regierungskurs einiger europäischer Länder, allen voran das Abtreibungsgesetz in Polen, stellt die Choreografie von der in Polen gebürtigen Hamburgerin Maria Zimpel den Körper als politischen Ort in den Fokus. Im Spannungsverhältnis zwischen Glitch (dt. stottern) und Kontinuität in der Musik von Jazz-Minimalist Wacław Zimpel wird der tanzende Körper in seinen konzentrierten Zuständen seziert.

Wiederholung am 29. Januar.

Mehr (Kampnagel)
Performance
Kampnagel

P1

22:00

18€ / erm. 9€

Cyst-er Act

2017 wurden Catherine Hoffmanns Eierstock und Eileiter entfernt, nachdem man in ihrem Bauchraum eine 10 Pfund schwere Zyste entdeckt hatte. Ihre Gedanken und Erfahrungen hielt sie in einem Tagebuch fest, das die Grundlage bilden sollte für eine Show über Krankheit, (Re-)Produktion, Sexualität und das Altern. Herausgekommen ist ein Live-Art Musical-Ritual, das die blutigen Gefilde der Gebärmutter erkundet und sich mit reproduktiven Missgeschicken und Monstrositäten beschäftigt.

Wiederholung am 29. Januar.

Mehr (Kampnagel)
Samstag, 29. Januar 2022
Rundgang
KZ-Gedenkstätte Neuengamme

14:00

"Asoziale" Häftlinge im KZ Neuengamme

Im KZ Neuengamme und seinen über 85 Außenlagern waren mehr als tausend Menschen mit dem Haftgrund "asozial" oder "arbeitsscheu" inhaftiert. Mindestens 230 von ihnen erlebten ihre Befreiung nicht. Der Themenrundgang führt über das Gelände des ehemaligen KZs Neuengamme und informiert über die Lebensbedingungen und den Haftalltag dieser Häftlinge.

Anmeldung erforderlich.

Mehr (Neuengamme), Asoziale (Wiki)
Sonntag, 30. Januar 2022
Film
Abaton Kino

11:00

Freistaat Mittelpunkt

D 2019, 79 min - Doku über den Einsiedler Ernst Otto Karl Grassmé, der bis zu seinem Tod 1992 auf einem Moorgrundstück nahe Westerhorn lebte. Der ehemalige Eigentümer eines Baugeschäfts war Bastler, Sammler, Hühner- und Ziegenzüchter, Fotograf, Hobbyfunker und Stimmungskanone für Bauernhochzeiten. Bei den Dreharbeiten des Film kam heraus, dass er 1939 zwangssterilisiert wurde und 1940 im KZ Fuhlsbüttel saß.

Regisseur Kai Ehlers ist anwesend.

Mehr (Neuengamme), Film-Website, Zu Ernst Otto Karl Grassmé (FAZ), Zu Ernst Otto Karl Grassmé (SHZ)
Gedenken
Ohlsdorfer Friedhof

Ehrenhain

15:00

Ehrung der Hamburger Widerstandskämpfer

Im Ehrenhain, Nähe Haupteingang. Orga: Gedenkstätte Ernst Thälmann (die davon absieht, in ihrer Ankündigung auch die Kämpferinnen zu erwähnen. Damit nicht der Eindruck entsteht, im Widerstand gegen die Nazis wären nur Männer aktiv gewesen - hier beispielhaft einige der vielen Widerstandskämpferinnen, die in HH aktiv waren: France Bloch-Sérazin, Lotte Canepa, Ursula de Boor, Rosa Harter, Hildegard Heinrichs, Traute Lafrenz, Elisabeth Lange, Ilse Ledien, Katharina Leipelt, Hanna Marquardt, Margarete Mrosek, Margaretha Rothe, Erna Stahl, Hannelore Willbrandt, Dorothea (Dorle) Zill, Emmy Zill).

Im Rahmen der "Woche des Gedenkens in HH Nord". Ohne Anmeldung.

Woche des Gedenkens (PDF), France Bloch-Sérazin, Ursula de Boor, Traute Lafrenz, Elisabeth Lange, Katharina Leipelt, Margarete Mrosek, Margaretha Rothe, Erna Stahl, Hannelore Willbrandt
Film
Metropolis Kino

17:00

Vier gegen Hitler – Auf den Spuren der Helmuth-Hübener-Gruppe

D 2021, 90 min - Doku über die Widerstandsgruppe "Helmuth-Hübener". Sie hörte in der Nazizeit ausländische Radiosender ab und verteilte in verschiedenen Stadtteilen selbst geschriebene Flugblätter, die das Unrecht der Naziherrschaft anprangerten. Durch Verrat am Arbeitsplatz flogen die Aktivitäten der Jugendlichen auf. Im Oktober 1942 wurde Helmuth Hübener mit 17 Jahren zum Tode verurteilt und in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Die drei anderen Mitglieder der Gruppe, Karl-Heinz Schnibbe, Rudolf Wobbe und Gerhard Düwer, erhielten langjährige Haftstrafen.

In der Reihe "Täter - Opfer - Widerstand" des VVN. Premiere mit Gästen.

Mehr (Metropolis), Helmuth Hübener (Wiki)
Dienstag, 1. Februar 2022
Infoveranstaltung
online

19:00

Rechte Sprache und Symbolik

Wo begegnet sie uns, wie verändert sie uns? Referentin: Natascha Strobl. Orga: Barmbeker Initiative gegen Rechts. Anmeldung unter: b.g.r@gmx.net.

Im Rahmen der "Woche des Gedenkens in HH Nord".

Woche des Gedenkens (PDF)
Abgesagt
Infoveranstaltung
Curiohaus

19:00

Die Unvereinbarkeitsbeschlüsse in der GEW in den 1970er Jahren

Im Kontext der Debatten um "Berufsverbote" grenzte sich auch die Bildungsgewerkschaft GEW von Gruppen der radikalen Linken ab. Sie schloss deren Mitglieder aus, nahm sie gar nicht erst auf oder verweigerte ihnen den Rechtsschutz. Marcel Bois und Alexandra Jaeger haben im Auftrag der GEW die gewerkschaftlichen Unvereinbarkeitsbeschlüsse aus historischer Perspektive untersucht. Sie stellen ihre Ergebnisse vor.

Mit Anmeldung.

Mehr (GEW)
Mittwoch, 2. Februar 2022
Rundgang
Telefon

15:00

Hörführung: Solidarität und Widerstand

Die SS legte es darauf an, die Persönlichkeit der Häftlinge in den Konzentrationslagern zu brechen. Die Häftlinge waren der Gewalt ihrer Bewacher*innen schutzlos ausgeliefert. In dieser Lage unterstützten sich Häftlinge gegenseitig, fanden sie Halt in kulturellen Aktivitäten und leisteten manchmal sogar Widerstand. Rundgang mit Janina Heucke.

Anmeldung bis zum 1. Feb.

Mehr (bei Anruf Kultur)
Infoveranstaltung
Forum Alstertal

Kritenbarg 18

18:00

"Ich krieche nur über das Papier." - Künstler:innen im KZ und die Erinnerung daran

Welche Bedeutung hat die Verfolgung und Inhaftierung für die künstlerische Arbeit? Die Künstlerin und Verfolgte des Nazi-Regimes Anita Suhr (1900 - 1991) traute sich zu Lebzeiten nicht, ihre Werke auszustellen. Andere Künstler:innen zerstörten ihre Werke oder zeichneten Motive aus ihrer Haftzeit immer wieder auf Neue. Im Gespräch mit Dr. Joachim Künkel und Dr. Christiane Heß geht es um biografische Annäherungen an Künstler:innen, die verfolgt und inhaftiert waren.

Im Rahmen der Ausstellung "Anita Suhr – verfolgt, gebrochen und dennoch Kunst" (bis zum 27. Feb.). Anmeldung erforderlich.

Mehr (Neuengamme), Anita Suhr (Website)
Donnerstag, 3. Februar 2022
Infoveranstaltung
Geschichtsort Stadthaus

19:00

Hamburgs Staatliche Wohlfahrtsanstalten im Nationalsozialismus

Die Staatlichen Wohlfahrtsanstalten, die der Sozialverwaltung unterstanden, entwickelten sich im Nationalsozialismus zu einer zentralen Institution sozialrassistischer Verfolgungsmaßnahmen. In seinem Vortrag beleuchtet Historiker Dr. Uwe Lohalm die besondere Rolle der Staatlichen Wohlfahrtsanstalten im Nationalsozialismus und ordnet deren Vorgehen in den Gesamtkontext der nationalsozialistischen Wohlfahrtspolitik ein.

Anmeldung erforderlich.

Mehr (Neuengamme)
Infoveranstaltung
online

Zoom

19:00

Nachhaltigkeit in der Zukunft der Arbeit - Jenseits der Arbeit hin zu einer radikal nachhaltigen Post-Work-Gesellschaft?

Die Wachstumslogik wird dank der degrowth-Bewegung immer öfter kritisch diskutiert. Wir stellen allerdings die Arbeitslogik selbst nicht in Frage, die mit ihrem Produktivitäts- und Beschäftigungsfetisch dafür verantwortlich ist, dass destruktive Arbeit weiterhin legitimiert und praktiziert wird. Die ökosoziale Perspektive wird im Namen der angeblich doch so notwendigen Arbeit außer Acht gelassen und vollkommen ignoriert. Tobi Rosswog diskutiert Fragen wie "Warum arbeiten wir?" und "Wie können Lebensmodelle aussehen, ohne Arbeit zu leben?"

Mit Anmeldung. Am 5. Februar folgt ein Workshop zum gleichen Thema (s.u.).

Mehr (W3)
Film
Lichtmeß Kino

20:00

Tagebuch einer Verlorenen

D 1929, 112 min - Spielfilm: Am Abend ihrer Konfirmationsfeier muss Thymian, die junge Tochter eines reichen Apothekers, erleben, wie die schwangere Haushälterin ihres Vaters
aus dem Haus gejagt wird und Suizid begeht. In derselben Nacht wird Thymian vom Gehilfen ihres Vaters verführt, vergewaltigt und nach der Geburt ihres unehelichen Kindes von der Familie in ein Heim für "gefallene Mädchen" gesteckt. Nur wenige Filme der 1920er Jahre waren so stark umstritten wie Georg Wilhelm Pabsts letzter Stummfilm. Der Film war eine deutliche Kritik an der Scheinheiligkeit und Perfidie des preußischen Bürgertums und wurde mit Zensur, Verstümmelung und Verboten belegt. Live-Musik: Akkordeonistin Natalie Böttcher.

Reservierung empfohlen.

Mehr (Lichtmeß), Zum Film (Wiki)
Samstag, 5. Februar 2022
Workshop
online

Zoom

10:00 - 14:00

Arbeit und Nachhaltigkeit – geht das zusammen?

Die Wachstumslogik wird dank der degrowth-Bewegung immer öfter kritisch diskutiert. Wir stellen allerdings die Arbeitslogik selbst nicht in Frage, die mit ihrem Produktivitäts- und Beschäftigungsfetisch dafür verantwortlich ist, dass destruktive Arbeit weiterhin legitimiert und praktiziert wird. Online-Workshop zu den Zusammenhängen zwischen Arbeit und Umwelt, Gesundheit, Sozialem und vielem mehr. Die Teilnehmenden sind eingeladen, sich Gedanken jenseits der heutigen Arbeitsnorm hin zu einer radikal nachhaltigen Post-Work-Gesellschaft zu machen und praktisch zu werden. Was macht Arbeit mit uns? Was macht Arbeit mit der Welt? Warum arbeiten wir? Wie können Lebensmodelle ohne Arbeit aussehen? Mit Tobi Rosswog (Aktivist, freier Dozent).

Mit Anmeldung.

Mehr (W3)
Konzert
Polittbüro

20:00

20€ / erm. 15€

Bernadette La Hengst: Wir sind die Vielen

Bernadette La Hengst stellt ihr neues Album "Wir sind die Vielen" vor.

Bernadette La Hengst
Indie/Electropop aus Berlin

Mehr (Polittbüro)
Sonntag, 6. Februar 2022
Rundgang
Dulsberg

Dithmarscher Str. 44

11:00

Stolpersteinrundgang am Dulsberg

Rundgang zu Stolpersteinen jüdischer Opfer.

Im Rahmen der "Woche des Gedenkens in HH Nord". 2G+-Regeln. Mit Anmeldung.

Mehr (Geschichtsgruppe Dulsberg), Woche des Gedenkens (PDF)
Rundgang
Ehemalige Zwangsarbeiter-Baracken

Wilhelm-Raabe-Weg 23

14:00

2€

Leidensweg und Behauptung Matla Rozenberg

Teresa Stiland (geb. Matla Rozenberg am 2.7.1925 in Tschenstochau/Polen) kam als Jüdin 1940 ins Getto Lodz. Im August 1944 wurde sie ins KZ Auschwitz deportiert und von dort weiter in das Außenlager Dessauer Ufer des KZ Neuengamme. Am 13.09.1944 kam sie in das Außenlager Hamburg-Sasel. Als das Außenlager geräumt wurde, kam sie ins KZ Bergen-Belsen, wo sie am 15.04.1945 die Befreiung erlebte. Sie kehrte anschließend nach Polen zurück und lebt seit 1957 in Paris. Rundgang durch die Ausstellung.

Im Rahmen der "Woche des Gedenkens in HH Nord". Wiederholung am 6. März.

Mehr (Bredel Gesell.), Teresa Stiland (Biografie, PDF), Woche des Gedenkens (PDF)
Rundgang
Gedenkstätte Bullenhuser Damm

14:00

Die Kinder vom Bullenhuser Damm

Rundgang durch die Gedenkstätte und den Rosengarten. Nazis ermordeten hier am 20. April 1945 20 jüdische Kinder, die zuvor für medizinische Experimente missbraucht worden waren. Jeden 1. Sonntag im Monat.

Anmeldung erforderlich.

Mehr/Anmeldung (Neuengamme), Gedenkstätte Bullenhuser Damm, Bullenhuser Damm (Wikipedia)
Mittwoch, 9. Februar 2022
Film
Lichtmeß Kino

19:00

Homöopathie unwiderlegt?

D 2021, 86 min, OmU - Doku: Nach Investitionen von über 30 Millionen Euro in die Homöopathie-Forschung steigt der Druck, für wenigstens ein Krankheitsbild nachzuweisen, dass Homöopathika mehr sind als Placebos. Im Film begeben sich einige der bekanntesten Homöopathen auf abenteuerliche Erklärungswege, um die Gültigkeit der beliebten Glaubenslehre zu beweisen. Regisseur Erik Lemke ist anwesend.

Reservierung empfohlen.

Mehr (Lichtmeß), Zum Film (inkl. Trailer), Homöopathie (Wiki)
Donnerstag, 10. Februar 2022
Workshop
online

18:00

Ich bin soviel mehr als "nur" queer - Vom Verhältnis queerer und rassismuserfahrener Perspektiven

Workshop mit Blick auf die Schnittstelle "Rassismus & Queerfeindlichkeit" und die damit einhergehenden gesellschaftlichen Herausforderungen. Lebensrealitäteten von marginalisierten Menschen werden meist eindimensional betrachtet, was negative Auswirkungen für mehrfachdiskriminierte Personen mit sich bringt. Dabei spielen Intersektionalität und das Verständnis für Mehrfachzugehörigkeit eine große Rolle, um Überschneidungen, Verschränkungen und die damit einhergehenden Diskriminierungen verstehen und wahrnehmen zu können. Mit Djalila Boukhari.

In der Reihe "Feminismus im Alltag" (Jan - März). Mit Anmeldung.

Mehr
Film
Werkstatt 3

18:00

Wie weit gehen wir? / Até onde a gente vai?

Brasilien 2020, 73 min, engl. UT - Doku: Amanda, Lília und Rogério pendeln täglich bis zu vier Stunden mit öffentlichen Verkehrsmitteln von ihrem Wohnviertel ins Zentrum von São Paulo und wieder zurück. Der Film thematisiert diese Reise mit der Buslinie Jd. João XXIII. Dabei werden Themen behandelt wie Gentrifizierung, überteuerte Preise für öffentliche Verkehrsmittel, Wohnraum und der fehlende Zugang zu grundlegenden Rechten für diejenigen, die weit entfernt vom Zentrum einer der größten Metropolen Lateinamerikas leben. Dazu Gespräch mit Miradas Feministas und dem Coletivo da Quebrada.

Mit Anmeldung.

Mehr (W3), Film-Stream (Youtube)
Vortrag
Pudel

Obergeschoss

19:00

Einführung in die materialistische Rassismuskritik

Marxismus und Antirassismus werden in akademischen und aktivistischen Kontexten selten zusammen gedacht. Eine historisch materialistische Auseinandersetzung könnte aber Antworten bieten auf Fragen wie: Was ist Rassismus und wie ist er entstanden? Können wir überhaupt von dem einen Rassismus, statt von Rassismen, sprechen? Was hat kapitalistische Produktionsweise mit rassistischer Gewalt zu tun? Mit Bafta Sarbo (Sozialwissenschaftlerin aus Berlin).

Bitte anmelden.

Mehr (Masch)
Lesung
ella Kulturhaus

Käkenflur 30

19:00

3€

Die nicht wirkliche Wirklichkeit der Jüdin Carola Schachtel

Viola Roggenkamp (Autorin, u.a. Emma-Mitgründerin) liest aus ihrem bisher unveröffentlichten Roman.

Im Rahmen der "Woche des Gedenkens in HH Nord". Nur mit Anmeldung.

Mehr (Ella Kulturhaus), Woche des Gedenkens (PDF)
Samstag, 12. Februar 2022
Konzert
Goldbekhaus

20:00

13€ / erm. 10€

Ensemble Schmattes: Szenischer Liederabend über Leyb Kvitko

Der sowjetische Autor Leyb Kvitko (1890-1952) war einer der bedeutendsten jiddischen Dichter des 20. Jh. 1952 ließ Stalin ihn und viele andere bekannte jiddische Schriftsteller:innen und Intellektuelle im Gefängnis Lubjanka in Moskau hinrichten. Kvitko hatte sich für die Russische Revolution begeistert und setze sich als Antifaschist für gerechtere Lebensverhältnisse der ausgebeuteten Arbeiter und Armen ein. 1923 lebte er ein Jahr lang in HH und verdingte sich als Hafenarbeiter. Er wurde zum Zeitzeugen des Hamburger Aufstands und hielt seine Eindrücke u.a. in der Erzählung "Riogrander Fel" fest.

Mehr (Goldbekhaus), Leyb Kvitko (Wiki)
Dienstag, 15. Februar 2022
Workshop
Café Knallhart

Uni HH

19:00

Careberufe und Protest

Welche gesellschaftliche Bedeutung kommt den Careberufen zu und welche Missstände lassen sich in diesen Berufen aufzeigen? Ein besonderer Fokus wird auf die Profession der Sozialen Arbeit gelegt. Die aus den Missständen resultierenden Forderungen werden gesammelt und mithilfe der Vorstellung von bestehenden Kampagnen, Netzwerken, Verbänden und Gruppen ergänzt und vertieft.

Mit Anmeldung.

Mehr (GEW)
Donnerstag, 17. Februar 2022
Film
Lichtmeß Kino

20:00

Monobloc

D 2020, 90 min, OmU - Doku: Der Monobloc ist das meistverkaufte Möbelstück aller Zeiten. Weltweit soll es eine Milliarde Exemplare des stapelbaren, in Deutschland oft weißen Plastikstuhls geben. Acht Jahre reiste Regisseur Hauke Wendler um die halbe Welt, folgt den vielfältigen Spuren des Monoblocs. Eine globalisierungskritische Objektgeschichte zwischen Funktionalität und Schönheit, Kapitalismus und Teilhabe, Konsum und Recycling. Regisseur Hauke Wendler ist anwesend.

Reservierung empfohlen.

Mehr (Lichtmeß), Zum Film (inkl. Trailer), Monobloc-Stuhl (Wiki)
Freitag, 18. Februar 2022
Buchvorstellung
Geschichtswerkstatt Eppendorf

Martinistr. 44a

19:00

"… bis zu seinem freiwilligen Ausscheiden im April 1933" - Jüdische und als jüdisch verfolgte Sportlerinnen und Sportler in Hamburg von 1933 bis 194

Mit Beginn der NS-Herrschaft 1933 schlossen Hamburger Sportvereine ihre jüdischen oder als jüdisch erklärten Mitglieder und Funktionär:innen aus. Einige wechselten daraufhin in die jüdischen Sportvereine, die jedoch von den Nationalsozialisten Ende 1938 verboten wurden. Was bedeutete das für die Betroffenen? Und was wurde aus ihnen angesichts der zunehmenden Verfolgung durch das NS-Regime? Mit Autorin Frauke Steinhäuser.

Im Rahmen der "Woche des Gedenkens" in HH Nord. 2G+-Regeln.

Mehr (Geschichtswerkstatt), Programm "Woche des Gedenkens" (PDF)
Kampnagel

K1 + online

19:00

Eintritt frei

Jüdisch-situiertes Wissen und Künstlerische Praxen als Prozess des Erinnerns und Veränderns

Seit vielen Jahren erweitern jüdische Kunst- und Kulturschaffende, Akademiker:innen und Bildner:innen das Blickregime im heutigen D-land. Ihre Gegenerzählungen aus (post)migrantischer, (queer)feministischer, Schwarzer und of Colour Perspektive ermöglichen neue politische Bündnisse. Autor:innen und Künstler:innen zeigen Teile ihrer Arbeit und diskutieren miteinander. Mit Esther Dischereit (Schriftstellerin), Dmitrij Kapitelmans (Schriftsteller), Rebecca Ajnwojner (Dramaturgin), Noam Brusilovsky (Regisseur) und Shlomit Tripp (Künstlerin).

Im Rahmen der "Woche des Gedenkens in HH Nord". 2G+-Regeln. Mit Anmeldung.

Mehr (Kampnagel), Woche des Gedenkens (PDF)
Sonntag, 20. Februar 2022
Polittbüro

19:00

15€ / erm. 10€

Denken statt Talkshow – Reflexionen zur Pandemie

In einer von Klassen strukturierten Gesellschaft trifft die Pandemie nicht alle gleich, aber das Bewußtsein und die Bedürfnisse auch der unteren Schichten kann derart mit den Notwendigkeiten des marktwirtschaftlichen Getriebes - "den Laden am Laufen halten" - übereinstimmen, dass Kritiker an ihrer Wirkohnmächtigkeit verzweifeln könnten...Oder? Das ist zu diskutieren. Mit Matthias Martin Becker (konkret/ND/Freitag/Telepolis), Nadja Rakowitz (Medizinsoziologin), Thomas Ebermann, Verena Kreilinger ("Corona, Krise, Kapital") und Wolfgang Hien (Arbeitswissenschaftler).

Mehr (Polittbüro)
Mittwoch, 23. Februar 2022
Workshop
Uni Hamburg

T-Stube, Allende-Platz 1

18:00

Deep talk about sex: Workshop zu Sex und Sprache

Was hat (unsere) Sprache mit (unserem) Sex zu tun? Und was für eine Rolle spielt das Geschlecht dabei? Wie hängt unser intimes Sexleben mit gesellschaftlichen Verhältnissen zusammen? Was für Worte haben wir eigentlich für unsere Körper, für unseren Sex, für unser Begehren? Wie finden wir passende oder sogar empowernde Begriffe? Wie kommunizieren wir bisher darüber, wie würden wir gern darüber kommunizieren? Mit Rosa vom Fuck Yeah Sexshopkollektiv.

In der Reihe "Feminismus im Alltag" (Jan - März). Mit Anmeldung.

Mehr
Sonntag, 6. März 2022
Rundgang
Ehemalige Zwangsarbeiter-Baracken

Wilhelm-Raabe-Weg 23

14:00

2€

Leidensweg und Behauptung Matla Rozenberg

Teresa Stiland (geb. Matla Rozenberg am 2.7.1925 in Tschenstochau/Polen) kam als Jüdin 1940 ins Getto Lodz. Im August 1944 wurde sie ins KZ Auschwitz deportiert und von dort weiter in das Außenlager Dessauer Ufer des KZ Neuengamme. Am 13.09.1944 kam sie in das Außenlager Hamburg-Sasel. Als das Außenlager geräumt wurde, kam sie ins KZ Bergen-Belsen, wo sie am 15.04.1945 die Befreiung erlebte. Sie kehrte anschließend nach Polen zurück und lebt seit 1957 in Paris. Rundgang durch die Ausstellung.

Im Rahmen der "Woche des Gedenkens in HH Nord".

Mehr (Bredel Gesell.), Teresa Stiland (Biografie, PDF), Woche des Gedenkens (PDF)
Dienstag, 8. März 2022
Workshop
online

18:00

Allyship: A Transformative Justice Perspective

Workshop über die Möglichkeiten von "Allyship" aus der Perspektive der transformativen Gerechtigkeit. Was ist transformative Gerechtigkeit? Was hat das mit Fürsorge und unseren Beziehungen zu tun? Und wie würden Verbündete aussehen, wenn wir die Machtdynamik mit Sorgfalt behandeln? Mit Shofie Bahalwan. In Englisch.

In der Reihe "Feminismus im Alltag" (Jan - März). Mit Anmeldung.

Mehr
Samstag, 19. März 2022
Workshop
Uni Hamburg

T-Stube, Allende-Platz 1

11:00 - 17:00

Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in der pädagogischen Arbeit – eine Einführung

Wie können queere, trans* oder intergeschlechtliche Kinder und Jugendlichen unterstützt werden? Was sind Herausforderungen und Hürden? Was berührt die Suche nach Geschlechterrollen in uns selbst? In diesem Workshop werden Ansätze diversitätssensibler Pädagogik vorgestellt. Neben einem Einblick in die Begrifflichkeiten von geschlechtlicher Vielfalt und Lebensrealitäten von LSBTIQA+ Jugendlichen, werden Handlungsperspektiven für die eigene pädagogische Praxis entwickelt. Mit Queerschool.

In der Reihe "Feminismus im Alltag" (Jan - März). Mit Anmeldung.

Mehr
Samstag, 26. März 2022
Radtour
U1 Ochsenzoll

Taxistand

14:00

Radtour zu Gedenkorten zwischen Ochsenzoll und Heidberg

Radtour u.a. zu Zwangsarbeiterstelle, KZ-Stein, Euthanasie-Tafeln und Gedenkstein für Mehmet Kaymakci.

Im Rahmen der "Woche des Gedenkens in HH Nord".

Mehr (Grüner Saal), Woche des Gedenkens (PDF)